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Unsere Flucht in die Südsee: Tropical Island mit Kleinkindern (inkl. Tipps & Tricks)

*Werbung, da Namennennung, seb

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und stimmungserhellenden grauen Panoramablick aus dem Wohnzimmerfenster flüchteten wir Anfang Januar in die Wärme, in das Farbenfrohe, ins Tropical Island. Schon lange hatten der Spanier und ich dieses Ausflugsziel vor Augen, da kam der Winterlagerkoller nach einer aufregenden Weihnachtszeit genau richtig. 

Was uns an unserem Tripp ins Tropical Island besonders positiv in Erinnerung ist und was nicht und ob ich es noch einmal machen würde, erfahrt ihr in dem heutigen Blogpost. 

Da sitzen wir nun im Auto. Den Blick auf eine graue Riesenkuppel gerichtet. In ihr soll sich das Paradies befinden. Tropische Temperaturen, Sonne, Strand, Meer, Entspannung… Unsere Flucht aus dem naßkalten Winter in die hoffentlich wohlige Wärme: Tropical Island. Voller Vorfreude schnappen der Spanier und ich unsere zwei Minis und sprinten durch den Nieselregen unserer tropischen Auszeit entgegen. Hier werden wir die nächsten zwei Tage das draußen herrschenden Schietwetter vergessen.

Schnell ziehen wir unsere Badesachen an und machen uns bepackt mit allem was man für den Strand so braucht auf den Weg zur Südsee. Ob es eine gute Idee ist, zwei Wochen nach einer kulinarisch sehr ansprechenden Weihnachtszeit zwei Tage in einem Bikini zu verbringen, will ich so beantworten: Es braucht Selbstbewusstsein! Viel Selbstbewusstsein! Denn wenn zu den weihnachtlichen Speckröllchen noch der Teint eines Schneemanns dazukommt, hast du entweder Selbstbewusstsein oder verbringst die besagten zwei Tage von deinen Kindern eingebuddelt im Sandloch…

Als ich den großen Zeh in die Südsee halte, ziehe ich ihn erstmal zurück. Es ist zwar nicht bitterkalt, aber die warme „Badewanne“, die ich aus dem Urlaub kenne, ist es auch nicht. Was mich und die Klitzekleine stört, stört die Kleine und den Spanier keineswegs, schon sind sie in der Südsee verschwunden und winken aus der Ferne. Die Klitzekleine und ich amüsiere uns solange am Strand, zu dieser Jahreszeit (ohne Ferien und nach Weihnachten) ist es hier nämlich keinesfalls überfüllt und sehr angenehm. Es gibt genug Liegen für alle!

Ein Kind sitzt mit blauen Badeschuhen auf dem Steck am Sandstrand. Im Hintergrund ist die Südsee der Badelandschaft Tropical Island in Berlin zu sehen.
Endlich mal wieder an der ‚Beach‘

Die wärmende Lagune

Da die Klitzekleine und ich auch plantschen wollen, zieht die ganze Familie wenig später in die Lagune um. Hier ist die Wassertemperatur noch einmal 5 Grad wärmer und im Wasser plantschend kommt Badewannenfeeling auf (insbesondere wenn man als „Mamakrokodil“ seinem „Babykrokodil“ hinterherjagd und sich dabei über die Warmwasserdüsen schlängelt.) Die Lagune wird für die nächsten zwei Tage unser Lebensmittelpunkt! Im Wasser herrscht paradiesisches Feeling: ein rauschender Wasserfall, pullewarmes Badewasser und um dich herum gibt es Strand, tropische Pflanzen und eine Wasserfontäne (der ich aber nicht zu nah kommen darf, da mein ältestes Kind sonst panische Angst bekommt, wir könnten Wasserspritzer abbekommen #lebenmitkindern 🙂 ) Auch die kleinen Strandhäuschen und Beachbars um uns herum verstärken das Urlaubsfeeling.

Als ich jedoch aus dem warmen wohltuenden Wasser Richtung Liege schlendern will, wird mein Schlendern zu einem raschen Gehen (ich habe eben bereits die Bikini-Situation erläutert, da werde ich bestimmt keinen Sprint hinlegen… ihr versteht?!). Ich find es ganz schön frisch, um nicht zusagen gar nicht tropisch. Dieses Gefühl ändert sich jedoch als ich mich abgetrocknet habe. Dennoch bin ich sehr froh, dass ich mich beim Kofferpacken mit der zweiten Badekombi und den Bademänteln für unsere Kids beim minimalistischen Spanier durchgesetzt habe. Nur ungern würde ich mit zwei gesunden Kindern in die Tropen fahren und mit zwei verschnupften zurückkommen…

Erkundungsspaziergang im Tropical Island

Nachdem wir den ganzen Tag damit verbracht haben, in der Lagune zu plantschen, machen wir vor dem Abendessen einen kleinen Erkundungsspaziergang durch unsere „Urlaubsinsel“. Wir schlendern an der Südsee mit ihrem weiten Panoramablick vorbei Richtung Regenwald. Hier sieht man tatsächlich vor lauter Regenwald die Bäume nicht… Solang man nicht an die Kuppeldecke schaut, habe ich hier tatsächlich das Gefühl im Dschungel zu sein. Verstärkt wird das Gefühl durch die Flamingos und anderen Tierchen, die uns über den Weg laufen. Ich muss wohl nicht betonen, dass auch meine Kinder diese super finden. Als nächstes schlendern wir durch das kleine Tropendorf und sehen dort einen Frozenjoghurt-Shop mit so ziemlich allen Sorten und Toppings – unser Nachtisch ist gesichert.

Wie das im Urlaub mit Kindern so oft ist, verbringen wir den Abend… na, wo wohl… in der Minidisco. Die gibt es im Tropical Island jeden Abend im Tropino Kinderclub. In diesem Kinderclub gibt es so ziemlich alles was das Kinderherz begehrt, von riesigem Bällebad über Kletterspielanlage bis hin zur Kartbahn und noch zig weitere Funakts. Und ich konnte meinen heißbegehrten Kaffee hier auch in Semi-Ruhe trinken. Die Mädels tanzen zu den Urlaubsgassenhauern und fallen anschließend todmüde, aber glücklich ins Bettchen.

Im Vordergrund ist ein riesiges Bällebad mit Bällen in hellblau, blau udnn grün zu sehen, im Hintergrund steht eine Holzhüttenreihe.
Der ‚Bälleozean‘ im Kinderparadies

Übernachten im Tropical Island

Das Zimmer, in dem diese Bettchen stehen, hat alles, was wir als Familie für eine Nacht benötigen: genügend Platz für zwei Reisebetten, ein großes und bequemes Bett für den Spanier und mich. Das Badezimmer ist sauber und gut gepflegt. Es gibt einen kleinen Kühlschrank und eine Klimaanlage. Normalerweise versuchen wir im Urlaub immer ein Apartment zu bekommen, da die Kinder um spätestens 20:30 Uhr schlafen, wir aber verständlicherweise nicht den restlichen Abend im Dunkeln auf dem Bett liegen wollen 😉 Für diese eine Nacht haben wir eine Ausnahme gemacht. Die kleine Bank vor unserer Hüttentür war eine gute Ausweichmöglichkeit.

Ich habe sogar erst überlegt, ob wir eins der Zelte als Übernachtungsmöglichkeit wählen sollten. Es war aber wohl gut sich gegen diese Möglichkeit zu entscheiden, da ich glaube, dass mit meinen 1,5 und 3-jährigen Kindern eine Nacht im sandigen Zelt ein bißchen zu viel Abenteuer gewesen wäre – für uns und alle um uns herum kampierenden…

Der zweite Tag im Südsee-Paradies

Pünktlich um 8 Uhr morgens machen wir uns im Sommeroutfit auf den Weg zum Frühstück im Sawadee. Hierzu kann ich nicht mehr sagen als „Gut, dass ein Bikini am Bauch nicht eng werden kann!“ Es war für jeden was dabei, ob gesund, süß, amerikanische, kontinental… Das optimale für die Bikinifigur 😉 Auch die Kinder haben begeistert gefrühstückt und im Anschluss noch ein bißchen die Kois beobachtet… so konnte ich die Zeit mit meinem Liebsten geniessen: meinem Kaffee! …und dem Spanier natürlich! 😉

Nachdem wir am Vortag einen Strandtag einlegten, haben wir an diesem Tag ein wenig mehr Aktion an den Tag gelegt. Das Stichwort lautet RUTSCHEN. Der Spanier und ich testen sie alle: Reifenrutsche, Turbo-Rutsche, Amazonas,… You name it, we made it! Die Turbo-Rutsche ist zwar nichts für Menschen mit Höhenangst, selbst ich habe auf dem Weg hoch auf die 27m hohe Plattform nicht nach unten geschaut, aber wenn du oben bist, hast du einen wunderbaren Blick über die ganze Insel! Wow! (Den kannst du allerdings auch haben, wenn du dich im Heißluftballon über die Insel ziehen lässt!… Dieser Heißluftballons war wahrscheinlich eins der Highlights meiner Töchter! Wo er auch war, wurde er begeistert und lautstark zur Kenntnis genommen!).

Neben der Turbo-Rutsche ist mir die Außenrutsche in Amazonas in bleibender Erinnerung. Wenn du im warmen Wasser durch den Schnee rutschst, ist das doch was besonderes, oder nicht? Fast schon romantisch! 😉

Nachdem sich die Kleine und Klitzekleine noch ein wenig im Tropino Kinderclub austobten (notgedrungen auch Mama und Papa), bummeln wir durch das Tropendorf zurück Richtung Ausgang.

Zurück Richtung winterlichen Schietwetter.

Richtung Ende unserer Flucht in die Südsee.

Das Bild zeigt zwei Reihen leerer, blauer Liegestühle mit dem Schriftzug Tropical Island auf weißem Sandstrand.

Dinge, die du mit Kleinkindern über Tropical Island wissen solltest

Bitte beachte bei meinen Tipps, dass es meine persönliche Meinung ist und dass wir als Familie mit zwei Kleinkindern (1,5 und 3 Jahre) im Januar gereist sind. 

Reisebettchen: Pro Kinderreisebett (+ Bettzeug und Handtuch) zahlst du 10 € Leihgebühr (ich weiss, dass es bei einigen Hotels normal ist, aber wir sind in den letzten 3 Jahren nicht wenig gereist und mussten nie für ein Babybett einen Aufpreis zahlen. Wenn ihr habt, bringt euer Reisebett einfach mit.)

Kinderwagen: Es gibt einige Wege, die sind barrierefrei. Dennoch sind diese nicht hervorragend gekennzeichnet, somit steht ihr immer wieder vor einer Treppe… daher würde ich empfehlen, ihn nur mitzunehmen, wenn er unabdingbar ist (evtl. könnt ihr auf Tücher oder Tragen ausweichen). Ansonsten gibt es auch Buggys zum Leihen im Island.

Babynahrung: Wenn euer Kind noch nicht an dem „normalen“ Essen teilnehmen kann, müsst ihr eure Babynahrung mit ins Island bringen. In den Shops ist es nicht zu erwerben. Ihr dürft jedoch Selbstverpflegung mitbringen (Getränke, Snacks, etc.)

Wechselkleidung: Bringt für euch und die Kleinen Wechselkleidung mit, da es nach dem Baden recht frisch außerhalb des Beckens ist. Ihr könnt zwar ohne Probleme in trockener Badekleidung umherlaufen, aber in naßer kann ich das nicht empfehlen. Daher Bademantel drüber oder gleich in eine trockene Kombi wechseln.

Reisezeitpunkt: Wir sind im Januar an einem Donnerstag im Island angereist und Freitags abgereist. Somit hatten wir viele freie Liegen (obwohl man auch zu dem Zeitpunkt an der Lagune „suchen“ musste) und keine Wartezeiten bei Rutschen, Spielsachen, Restaurants,… Mit Kleinkindern wäre meine Empfehlung nicht in den Ferien, an Feiertagen oder von Samstag auf Sonntag anzureisen (aber ich weiss, dass das insbesondere arbeitstechnisch nicht für jeden möglich ist!)

Mein persönliches Fazit

Die zwei Tage mit meiner Familie im Tropical Island waren sehr abwechslungsreich, aktiv und vor allem warm! Es war eine gelungene Flucht aus dem Winterwetter.

Dennoch würde ich einen nächsten Ausflug anders gestalten. Entweder würde ich die Gruppe um z.B. Freunde oder Familie erweitern, dass man als Elternpaar seine Kinder kurz in die Obhut dieser Menschen geben kann und zusammen die Sauna besuchen kann oder die Rutschepartie genießen kann. Oder ich würde noch ein wenig warten, bis beide Kinder 5 oder 6 Jahre sind und nicht spätestens um 20:30 Uhr vor Müdigkeit einschlafen, damit wir auch das Abendprogramm wahrnehmen könnten.

Ansonsten hatten wir schön zwei Tage mit viel Abwechslung und Aktion.

Falls ihr weitere Fragen zum Ausflugsziel Tropical Island mit Kleinkindern habt, schreibt mir einen Kommentar oder eine Mail.

Eure Lia

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