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Wahnsinnspauschalreise – Teil 4

Nachdem ich mich schweren Herzens von der Mini-Disco trennen konnte, ist das nächste Highlight in Sicht: Ein ereignisreicher Strandtag – Ein Tag im Sand am Strand. Das erste Mal zu Viert am Meer…mit allen Höhen und peinlichen Tiefen…!

Gut gelaunt und voller Energie steigen wir aus dem Bus. Da ist es!! Das wunderbar blau-türkis funkelnde Meer! Der Strand ist bis auf eine Handvoll Menschen leer… Traumhaft! Aber auch keine Wunder, es ist ja auch erst ‚gemütliche‘ 9 Uhr. Da meine Kleine kein Kind ist, das morgens noch schön lange mit Mama und Papa im Bett kuschelt und gemütlich noch einmal einschläft, sondern ganz im Gegenteil voller Tatendrang auf uns rumhoppst, so das wir abwechselnd ihre Arme oder Füße im Gesicht haben, sind wir um 9 Uhr nicht mehr im Bett, sondern in diesem Fall am Strand zu finden! Ich versuche es doch noch mal positiv: der Strand ist wirklich traumhaft leer…

Wie dem auch sei, wir gegen im Gänsemarsch zu den Strandliegen im Schatten-immerhin muss die Klitzekleine aus der Sonne! Ich bahne mir also mit der Klitzekleinen im Tuch – so ziemlich das erste Mal vermisse ich unseren Kinderwagen nicht und erfreue mich des Tuches- einen Weg durch die Sanddünen. Diesmal einen überaus vollgepackten Rücksack auf dem Rücken und keine Kleine an der Hand. Die wird vom Spaniern mit Lockrufen über den Strand Richtung Sonnenliegen dirigiert…

Nach 15 Minuten Dünenmarsch kommen Mama und Papa erstmal ans Arbeiten…Badehöschen an, schnell haben wir entschieden, dass Schwimmwindeln heute überflüssig sind -wir haben sie vergessen- , die Klitzekleine verlangt nach Brust, die Kleine nach Wasser, der Spanier pustet die Schwimmflügel auf und die Kleine versucht herauszufinden, wieviel Sand in Mamas Rücksack passt…Antwort: eine Menge!

Weitere 30 Minuten später, sind alle Bedürfnisse der kleinen Damen gestillt -im wahrsten Sinne des Wortes – der Spanier chillt mit der Klitzekleinen im Schatten und ich versuche mit der Kleinen eine Sandburg zu bauen…das sieht ungefähr so aus: der erste Eimer wird von mir zum Turm ernannt und meine Kleine haut gnadenlos mit der Schaufel drauf und freut sich dabei diebisch! Nach dem 326. Versuch gebe ich auf und versuche mit ihr im Meer schwimmen zu gehen. Gelingt ebenfalls nur semi, da sie sich an mich krallt und mich nicht loslassen will… da schwimmt praktischerweise ein Fisch vorbei, mit dem ich sie ablenken kann… „Guck mal ein Fisch!“ „Ahhhhh, Maaaamaaa!“ anstellen den Fisch zufrieden zu bewundern, klammert sie sich noch fester an meinen Hals… Satz mit x, das war wohl nix!

Am Ende sitzt sie zufrieden im Riesensandkasten Strand und backt für uns Sandkuchen und der Spanier und ich liegen mit der Klitzekleinen unter dem Sonnenschirm und genießen ein wenig das Nichts tun. Gerade will ich es der Klitzekleinen ein wenig gleichtun und checke noch einmal mit nur noch halb geöffneten Augen, ob die Kleine auch keinen Mist macht… Aber genau das macht sie!! Ich sehe eine verkrampfte Haltung und ein verkniffenes Gesicht! Wissend reiße ich die Augen auf, setze zum Sprint an und schreie dabei laut: „Musst du Kacka?“ Schon schnappe ich mir meine Kleine, renne mit ihr laut „warte, warte, warte“ rufend in die entgegengesetzte Richtung zu den verdorrten Büschen und entledige mich ihrer Badehose…. Das findet sie absolut gar nicht lustig und jetzt schreit sie entsetzt nach ihrer Badehose. Na fein, mittlerweile weiß der ganze Strand, dass wir hier sind! Ihr Geschäft ist jetzt offensichtlich auch vergessen! Wir gehen zusammen zurück zur Liege! Dabei fallen mir eine Menge hochgezogener Augenbraunen auf! Jawohl, ich hätte mein Kind in den Busch machen lassen… Mensch, bitte keine Aufregung! ICH hätte es ja auch weggemacht! Wo liegt hier das Problem? Unsere Liegenachbarn beäugen erst meine Tochter und dann mich kritisch. Das nimmt meine Kleine zum Anlass, ihr eben noch abgebrochenes Vorhaben zu Ende zu bringen. Klasse! Wieder werden Mama und Papa aktiv, der eine entsorgt Inhalt der Badehose und wäscht diese aus, der andere beruhigt das schreiende Kind und säubert es! Unsere Liegenachbarn sind jetzt auch nicht mehr wirklich amused…und gucken jetzt nicht mehr kritisch, sondern eher ein wenig angewidert… Kurz überlege ich mir, ob ich mir nicht das Badehandtuch beschämt über den Kopf ziehen und langsam ein tiefes Loch im Strand buddeln sollte…?!?

Mach ich nicht! Ich bin stolz auf meine Kleine und stelle mich dem restlichen Strand! Meine Kleine spielt mittlerweile – wieder beruhigt – mit dem Spanier und ich liege mit der Klitzekleinen auf der unbequemen Liege und beobachte… beobachte das bildschöne Pärchen 10 Meter vor mir – sie höchstens Kleidergröße 32 (allerdings mit allem dran, wenn ihr versteht, was ich meine) bei einer Größe von schätzungsweise 1,80 m und er ein Adonis mit Spiegelsonnenbrille, das verliebt im Wasser turtelt… und die ältere Dame, die strahlend mit einem gut gelaunten Opi in knallroter Badehose am Strand in unsere Richtung flaniert. Ja, offensichtlich falle ich hier als „Kacka“ schreiend über den Strand laufende Mutter und zwei abwechselnd meckernden kleinen Diven auf wie ein bunter Hund. Was bin ich froh, dass der Spanier sich einigermaßen benimmt…Beschämt schiele ich unter meinem Sonnenhut her und sehe, wie die hübsche Kleidergröße 32 ihrem Adonis am Arm irgendetwas herauspuhlt. Leicht angewidert, gucke ich in die andere Richtung und mein Blick fällt direkt auf das schneeweiße Faltenarsch (ups…Faltenpopo) des Happy-Opis, der in einem knallroten Tanga steckt, wie ich jetzt feststelle…!

Laut lachend entspanne ich mich auf meiner Liege „Wir sind bestimmt nicht normal, aber hier müssen wir uns bestimmt nicht verstecken!“

 

Wahnsinnspauschalreise Teil 1

Wahnsinnspauschalreise Teil 2

Wahnsinnspauschalreise Teil 3

 

 

4 Kommentare zu „Wahnsinnspauschalreise – Teil 4

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