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Wahnsinnspauschalreise – Teil 2

Nachdem Ihr im 1. Teil unserer „Wahnsinnspauschalreise“ mit uns zum Flughafen gedüst seid, habt Ihr nun die einmalige Chance mit uns zusammen nach Mallorca zu fliegen! Ein Spaß für die ganze Familie… und alle weiteren Passagiere! Los geht’s! Aber, hey, vergesst Eure Ohropax nicht!!!

Heeeyyy, das sind doch wir?!?!“ rufe ich dem Spanier über 3 Gates hinweg zu und sprinte, die Kleine unterm Arm– und hier möchte ich kurz erwähnen, dass ich sie hier durchaus liebevoll „Kleine“ nenne, sie aber gewichtstechnisch schon lange keine Handgepäckausmaße mehr hat- zu ihm und unserem Handgepäck (unsere Klitzekleine zählt in diesem Fall jedoch noch dazu). Da er mir entsetzt bestätigt, dass dieser letzte Aufruf wohl tatsächlich uns gegolten hat, rennen wir -diesmal zu viert – weiter zu unserem Gate. Da alle anderen Passagiere bereits im Flieger sitzen und auf uns warten, müssen wir dort auch gar nicht lange anstehen.

Als wir schweratmend ebenfalls im Flieger ankommen, wünsche ich mir, nicht der Spanier, sondern ich würde meinen überdimensionalen Sonnenhut tragen. Denn sehen wir es mal ganz realistisch: Wenn du als letztes in den Flieger kommst und sich dein Sitzplatz am Ende dieses Gefährtes befindet, dann kommt das ungefähr einem Gang über den Catwalk gleich… Jeder kann dich ganz genau beäugen! Und wenn du dann nicht die Dessous von Vicotoria’s Secret, sondern ein fast 2 jähriges Kind UND ein Baby trägst, tja… dann wünscht du dir deinen überdimensionalen Sonnenhut herbei!

Da beide unsere Modehighlights unter zwei Jahren sind, haben der Spanier und ich das große Los gezogen, gleich 2 Reihen mit Kleinkindern zu beglücken…! Aus Sicherheitsgründen darf nämlich immer nur ein Baby in einer Reihe sitzen… Ich darf mit der Klitzekleinen neben zwei Damen mittleren Alters Platz nehmen. Die eine ist Mutter zweier Kinder und die andere kinderlos aber mit jahrelanger Erfahrung als Kinderarzthelferin gesegnet… DAS, liebe Leute, ist ein sogenannter Glücksgriff! Das Glück ist auf meiner Seite! Sie sind ganz entzückt von der Klitzekleinen, die auch schnell auf meinem Schoß einschläft!

Es ist eine bekannte Tatsache, dass, wenn es an einem Ende gut läuft, es an dem anderen Ende eher schlecht läuft… und an diesem besagten schlechten Ende sitzt leider während dieses Fluges der Spanier…

Mit seinen fast 2 Metern und der fast 2-jährigen Kleinen auf dem Arm wurde ihm liebenswerterweise von seiner jugendlichen Platznachbarin IHR Sitzplatz in der Mitte angeboten… Da mein Spanier seine Knie beim Fliegen aufgrund des Platzmangels generell eher hinter den Ohren lagert (auch OHNE Kind und MIT Gangplatz), lehnt er dieses selbstlose Angebot dankend ab.

Endlich auf den richtigen Sitzen angekommen, dauert es nicht mehr lange und wir heben ab! Wir fliegen! Fliegen Richtung Sommer, Sonne, Sonnenschein!

Hoch über den Wolken angekommen, passiert das, worauf uns bereits unsere Kleine auf vorherigen Flügen vorbereitet hat… Ich kann es nicht physikalisch oder medizinisch erklären, aber sobald meine Stillkinder sich über den Wolken befinden, passiert irgendetwas in ihrem Darmtrakt… ob die Luft zu dünn ist? Ich weiss es nicht! Auf jeden Fall fängt sie an zu stinken! Und bevor ich weitere genervte Blicke kassiere…flitze ich-sowie das in einem 30 cm breiten Gang mit entgegenkommendem Getränkewagen möglich ist- dieses Mal mit der Klitzekleinen unterm Arm Richtung Boardtoilette!

Soooo… und jedem, der schon einmal geflogen ist und in den Genuß der Boardtoilettennutzung kam, müsste bekannt sein, dass diese Toilettenkabinen mikroskopisch klein sind! Schon allein in ihnen seinen kleinen oder größeren Geschäften nachzukommen, stellt eine ernstzunehmende Herausforderung dar! Sich jedoch mit Kind auf dem einem Arm und Wickeltasche unter dem anderen Arm hineinzuquetschen, den Wickeltisch in Größe eines Taschentuchs herunterzuklappen und hierauf das Wickelkind zu platzieren, grenzt an ein Ding der Unmöglichkeit!!! Es ist aller größste Obacht geboten, dass man sich nicht diverse blaue Flecken zulegt oder wenn man nicht aufpasst vielleicht sogar braune (jajaja, ihhhh, ich weiss, ist ekelhaft, aber das Leben ist halt auch kein Ponyhof, wa!).

Zurück auf meinem Platz angekommen, beginnt auch schon der Sinkflug. Leider sinkt nicht nur das Flugzeug, sondern auch die Laune der Kleinen. Ehrlich gesagt, wundert mich das nicht sonderlich…wir fliegen genau zu ihrer Schlafenszeit, nur das sie leider noch nicht geschlafen hat und nun hundsmüde ist…und entschieden hat, dass sie jetzt lieber auf Mamas Schoß sitzen will! Und jeder, der mal versucht hat, ein müdes Kind von seinem Willen abzubringen, kann sich genausogut auf ein gekauftes Hühnerei setzen und es ausbrühten wollen, da geschieht ungefähr genauso viel…nämlich nichts! Bzw. nichts Gutes! Meine kleine, arme, müde Tochter schreit also auf Papas Schoß das Flugzeug zusammen, ich empfinde mich als schlimmste Mutter der Welt, da ich ja mein Kind im Sinkflug nicht trösten darf und kann, da die Klitzekleine auf meinem Schoß seelenruhig durch den Krach schläft (der Rest des Flugzeugs eher nicht), der Spanier beruhigt die Kleine tapfer mit sanft gesungenen Liedern… ja… und die reizende Mitzwanzigerin auf dem benachbarten Sitz meines Mannes, die fängt an mit meinem Kind um die Wette zu schreien! „Jetzt ist aber genug!“ „Geht’s noch!“ „Das ist ja nicht auszuhalten!“ „Es reicht jetzt!“ „Hör auf zu schreien!“

Ja, genau, „Hör auf zu schreien“?!?! Ernsthaft? Warum bin ich nicht sofort darauf gekommen, mein übermüdetes Kind ganz einfach darum zu bitten…. da kann ich ja noch was von erzieherischen Handgriffen der zeternden Mittelplatzsitzerin lernen –nicht! Ich bin ja kein typisches Muttertier – so finde ich- innerlich bedanke ich mich trotzdem beim Schicksal oder wem auch immer es zu verdanken ist, dass der Spanier mit unserer schreienden Tochter und seiner Engelsgeduld neben dieser wahnsinnig hilfreichen Persönlichkeit sitzt! Denn sind wir mal ehrlich, ich verspüre doch das dringende Bedürfnis meine Kleine vor dieser Hexe zu schützen. Herrje, es ist nicht so, dass mir nicht bewusst ist, wie nervig ein schreiendes Kind im Flieger ist, noch dazu wenn du daneben sitzt, zu toppen ist es nur davon, wenn es dein eigenes ist…dennoch ich wäre mit dem Geschreie auf mir und dem ununterbrochenen Gezehter in meinem linken Ohr bereits an die Decke gegangen. Wäre ich mit ihr fertig gewesen, wäre die Hexe freiwillig bereit gewesen, die restliche Strecke zu laufen!!! Aber so sitze ich auf meinem Sitz, vertraue dem Spanier und mache langsam und unheimlich oft „Ohhhhmmmmm“.

Plötzlich –aus dem Nichts- herrscht Ruhe! Irritiert drehe ich mich im Sitz um… Ist die Hexe etwa doch handgreiflich geworden? Muss ich handeln? Sie aus dem Flieger schupsen? Was ich sehe, lässt mich erleichtert aufatmen: meine Kleine schläft! Endlich! Schnorchelt ganz friedlich! Jetzt wo wir gelandet sind!

…nur die doofe Mittelsitzerin, die muss jetzt natürlich gaaanz dringend aufs Klo!

 

Wahnsinnspauschalreise Teil 1

Wahnsinnspauschalreise Teil 3

Wahnsinnspauschalreise Teil 4

 

5 Kommentare zu „Wahnsinnspauschalreise – Teil 2

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